WochenImPuls zu Palmsonntag

Nachdem Jesus sich ungefähr drei Jahre öffentlich mit Verkündigungen und Wundern gezeigt hat, wissen wir, was er von uns will. Wir sollen in Frieden miteinander leben, dazu gehört, dass wir einander lieben, also zum Beispiel Rücksicht nehmen, den Armen und Traurigen helfen, nicht schlecht übereinander reden und uns nicht beneiden.

 

An Palmsonntag kommt der Tag, an dem Jesus mit seinen Jüngern nach Jerusalem geht. Viele dachten, dass dieser Mann, der durchaus schon Bekanntheit erlangt hatte, wie ein König in die große Stadt einzieht. Aber es kommt anders: Wir hören im Evangelium, dass er lediglich mit einem kleinen Esel eingeritten kommt. Ganz anders als man es erwartet hätte. Dennoch kommen Menschen und jubeln ihm „Hosanna“ zu: ein Ausdruck der Freude. Sie legen ihre Kleider für ihn aus und wedeln ihm mit Palmzweigen zu (deshalb heißt der Tag auch Palmsonntag). Dieser Jesus wurde also von vielen Leuten gefeiert. Er hat von Dingen erzählt und Dinge gemacht, die vielen Leuten gefallen haben. Doch nicht alle Leute standen ihm positiv gegenüber. Wir lesen, dass er eine Woche lang in Jerusalem war, bis er verraten, verurteilt und gekreuzigt wurde. Es gibt Menschen, die sich von Jesu Worten angegriffen gefühlt haben. Als mächtige Frau oder mächtiger Mann kam es beispielsweise oft nicht in Frage, Rücksicht zu nehmen, so wie Jesus es sagte. Es sollte alles so bleiben wie es war.

 

Ja, tatsächlich fällt es uns oft nicht leicht, das zu verwirklichen, was Jesus von uns will. Manchmal ist es leichter, sich nur um sich zu kümmern oder seinem Ärger über jemanden freien Lauf zu lassen. Die schöne Gewissheit, die wir als Christen haben, ist, dass Jesus mit uns auf dem Weg ist; er ist auch für uns da, wenn wir es mal nicht schaffen, uns passend zu verhalten.

 

An Palmsonntag dürfen wir Jesus einmal mehr bei uns, in unserer Mitte begrüßen, unsere Freude über ihn kundtun. Er ist ganz nah bei uns. Seien wir auch ganz nah bei ihm in der Karwoche, die zunächst in dem Zeichen der Traurigkeit über die bevorstehende Leidensgeschichte Jesu steht. Dies fällt uns vielleicht gerade in diesen Tagen leicht, denken wir an Jesus und an alle, die unser Mitgefühl, unser Gebet gerade ganz besonders brauchen: Kranke, Leute, die einen lieben Menschen verloren haben, aber auch an alle, die momentan dafür sorgen, dass Kranke und der Rest der Gesellschaft versorgt werden.

 

So wünsche ich euch und Ihnen eine gute Karwoche. Immer mit der Gewissheit: Ostern kommt ganz sicher und unaufhaltsam!

 

Christian Tasche

Frühere Impulse

WochenImPuls zum 5. Fastensonntag
28.03.2020
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